Die Kirchen der Stadtkirchengemeinde

Stadtkirche mit 61 Meter hohem Turm

Stadtkirche

Stadtkirche

Der Vorgängerbau der Stadtkirche, die Nikolauskapelle, wurde 1343 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Stadtkirche wurde 1442 bis 1480 im spätgotischen Stil erbaut. Der 61 Meter hohe Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt Balingen. Jeden Sonntag morgen kündigen Turmbläser mit dem Spielen des Wochenchorals den Sonntag an. Der Sonntagsgottesdienst wird um 10 Uhr gefeiert.

Eine Broschüre „Evangelische Kirchen Balingen“ liegt zum Mitnehmen für € 3,-- in der Kirche auf.  Eine Festschrift zur Glockenweihe am 3. Oktober 2010 ist im Gemeindebüro erhältlich.

Friedensglocke und Plenum

Das Geläut mit seinen acht Glocken gehört zu den schönsten in Württemberg. Hier können Sie den neuen Glockenstuhl der Stadtkirche ansehen und das gesamte Geläute anhören.

Glockenstuhl Stadtkirche        
Segensglocke (Sturmglocke) 130 kg (113,5) Gis`` 14 Jahrhundert  
Taufglocke 325 kg (319) H` 1948 Lasset die Kindlein zu mir kommen
Morgenglocke 560 kg (572) Gis 1948 Seine Barmherzigkeit ist alle Morgen neu
Tagesglocke (kleine Kreuzglocke) 800 kg (8179 Fis 1948 O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort
Abendglocke (Betglocke) 1150 kg (1092) E 1948 Wachet und betet
Ewigkeitsglocke (große Kreuzglocke) 1950 kg (1945) Cis 1945 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit
Gloriosa (Sonntagssglocke) 2750 -2860 kg (2753) H 1955 Ehre sei dem Vater und dem sohne und dem Heiligen Geist
Friedensglocke 5500 kg (5464) Gis 2009 Ehre si Gott und Friede auf Erden
         
         

Kirchenführungen

Chor in der Stadtkirche

Chor in der Sadtkirche

Kirchen- und Turmführungen können beim Mesner der Stadtkirche Stadtkirchedontospamme@gowaway.online.de erfragt werden.  
Aufgrund der brandschutzrechtlichen Bestimmungen dürfen Gruppenführungen mit nur max. 25 Personen stattfinden.     

Virtuelle Stadtkirchenführung

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen unsere Stadtkirche ein bisschen näherbringen. Viele Eindrücke kann man bei einem ersten persönlichen Besuch in der Kirche gar nicht warnehmen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Anschauen der Impressionen unserer Stadtkirche.

 

 

 

 

 

Kirchturmführung: Chorbühne - Glockenstuhl - Turmwärterstube

1541 Erweiterung des Turms um ein Stockwerk mit dem Umgang und der Wächterstube. Die Glocke im Dachreitertürmchen diente als Feuerglocke. Bedient wurde diese durch den Hochwächter, der in der Hochwächterstube im Turm oben wohnte.

 

1874 März
Wiedereinführung des Hochwächters auf dem Stadtkirchturm.

 

1896 Mai
Der letzte Hochwächter, Georg Schuler, stirbt. Die Stelle wird nicht wiederbesetzt.

 

1904 wird vom Oberamt die Wiederbesetzung der Hochwächterstelle angeregt, jedoch im weiteren Verlauf abgelehnt. Im Juli 1904 wurde die Anbringung eines Drahtzugs (mittels Hammer in Gang zu setzen) am Stadtkirchturm zum Läuten der Feuerglocke angeordnet. Der Grund hierfür war, dass die Glockenseile  nicht mehr bis herunter  in den Chorraum reichten. Die Seile reichten nur noch bis zur 1. Turmbühne, so dass das Feuerläuten (Anschlagen der zweiten Glocke) nur noch mit Verzögerung möglich war.

 

(Quelle: Archiv Stadt Balingen u. Feuerwehrchronik)

 

 

Abend der Begegnungen

Stadtkirche bei Nacht am Abend der Begegnungen am 06.07.2012

Friedhofkirche

Außenansicht Friedhofkirche

Außenansicht Friedhofkirche

Tübinger Str. 1
72336 Balingen

 

In der Friedhofkirche finden neben den Gottesdiensten auch die Trauerfeiern und Beerdigungen anderer Konfessionen statt.

Führung durch die Friedhofkirche

Innenansicht Friedhofkirche

Innenansicht Friedhofkirche

1. Blick vom Chor ins Kirchenschiff:

Gotischer Chorbogen, davor runder Chorbogen aus den 1950er Jahren und die flache Kassettendecke, am Westgiebel das abgeschnittene Maßwerkfenster. Man könnte meinen: Da stimmt ja gar nichts zusammen! Was steckt dahinter?

 

Baugeschichte:

  • Ursprünglich nach der Erbauung im 14. Jahrhundert hatte das Langhaus ein hölzernes Tonnengewölbe.
  • Um 1680 wurde es durch eine Kassettendecke ersetzt.
  • Diese schnitt nun die Spitze des Chorbogens und das Fenster des Westgiebels ab.
  • In den 1950er Jahren wurde daher vor den gotischen Chorbogen noch ein Rundbogen gesetzt. Dabei wurden auch die hölzernen Kassetten der Decke erneuert. 
Kirchenorgel auf der Empore

Kirchenorgel auf der Empore

2. Empore

Gebaut um 1680 - Die Stützen im EG - Einritzungen im Geländer (1684)

 

Weitere Informationen zur Kirchenorgel der Friedhofkirche

Kirchenbühne

Kirchenbühne

3. Kirchenbühne

Am Putz des Giebels lässt sich die Form des ehemaligen Tonnengewölbes ablesen.

 

Freitragende Deckenkonstruktion, um 1680, mit drei längslaufenden Balkenpaketen. Zwei Längsbalken sieht man von unten, die mittleren nur von oben. Die Eisenschrauben und Splinte wurden von Hand geschmiedet. Der Dachstuhl wurde wohl um 1700 erneuert. Jetzt gab es keinerlei Verplattungen mehr, wie noch bis etwa 1690 üblich. Stattdessen wurde ausschließlich mit Schlitzen und Zapfen gearbeitet.

Turm Friedhofkirche teilweise aus 14. JH

Turm Friedhofkirche teilweise aus 14. JH

4. Turmgeschosse

 

Deckenbalken von etwa 1050


- Bohrungen von der dendrochronologischen Untersuchung

- Zur Imprägnierung im Feuer gewälzt, daher verkohlt.

 

Romanische Deckenmalereien Bretter von der flachen Decke des im 14. Jh. abgerissenen romanischen Langhauses.


- Die zwei Dielen wurden 1912 in den Geschossdecken des Turmes entdeckt.
- Dielen gleichen Maßes gibt es heute noch im Turm.

- Dendrochronologie hat leider nicht geklappt.

 

Der hölzerne Glockenstuhl wurde 1955 durch einen stählernen ersetzt. Oberstes Fachwerkturmgeschoss stammt ursprünglich aus dem 14. Jh. und wurde um 1700 erneuert.

Friedhofkirche Eingangsbereich

Friedhofkirche Eingangsbereich