Adventsfeier der Kirchlichen Sozialstation

Am Dienstag, dem 04.12., feierte die kirchliche Sozialstation Balingen ihr jährliches Adventsfest. Das Besondere an dieser Feier: Die Klientinnen und Klienten der Sozialstation sind eingeladen und werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kaffee und allerlei Kuchen bewirtet. Nicht nur für das leibliche Wohl war gesorgt: Auch musikalisch, kulturell und nicht zuletzt geistlich wurde den über 130 Gästen etwas geboten. Pfarrer Seisser begrüßte die Feiergesellschaft im Johann-Tobias-Beck Haus mit einem adventlichen Impuls zum Thema „Ehre sei Gott in der Tiefe“- frei nach Martin Luther. Bereits dieser betonte: Wenn wir Gott suchen und finden wollen, so sollen wir nicht in der Höhe nach ihm forschen, sondern nach unten schauen, in die Krippe hinein. Dorthin, wo Gott selbst Mensch wurde, sich den Menschen gleich gemacht hat. Gott zeigt sich in der Krippe ganz und gar „solidarisch“ zu den Menschen, in dem er nicht über ihren Nöten schwebt, sondern mitten hineinkommt. Die Arbeit der Kirchlichen Sozialstation hat diese Überzeugung zu ihrem Leitmotiv gemacht: Sie hat das Ziel, dass Menschen trotz Krankheit und Pflegebedürftigkeit in ihrer häuslichen Umgebung verbleiben können, solange sie es wünschen und es möglich ist. Der persönliche Kontakt ist dabei nicht etwa notwendiges Übel, sondern ein elementarer und wertvoller Baustein der Arbeit. Eine Basis des Vertrauens wird großgeschrieben. Auch der Adventsnachmittag macht dies deutlich: Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unablässig mit Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und Gebäck durch die Tischreihen wuseln, bleibt auch dort immer noch Zeit für eine persönliche namentliche Begrüßung, ein freundliches Wort und die Nachfrage, wie es den Menschen geht.

Artur Egle-Theurer steuerte einen Vortrag der besonderen Art bei: Als Matthias Claudius (geb. 1740 in Holstein) verkleidet, verband er Anekdoten und Biographisches aus dem Leben des Liederdichters und Lyrikers mit Auszügen aus dessen Werken. Dazu gehörte unter anderem das bekannte geistliche Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“, das von den Gästen auch kräftig mitgesungen wurde.

Musikalisch abgerundet wurde der ganze Nachmittag mit Adventsliedern und einem kleinen Highlight: Den Kindern aus dem evangelischen Kinderhaus Längenfeld. Die von Carolin Schulz geleitete Gruppe trug ein Lied, einen Tanz und ein Adventsgedicht für die Eingeladenen vor und erntete reichlich Beifall.

Feiern dieser Art sind keine Selbstverständlichkeit, sondern Teil der Überzeugung der Kirchlichen Sozialstation Balingen. Eine Adventsfeier von den Mitarbeitern für die Klienten ist eines der markanten Alleinstellungsmerkmale dieser Sozialstation in der Region. An diesem Fest wurde für alle spürbar, welchen Stellenwert die einzelnen betreuten Menschen für die Mitarbeiter und die Einrichtung haben.

Weitere Informationen zur Kirchlichen Sozialstation Balingen und zur Unterstützung ihrer Arbeit können unter https://www.sozialstation-balingen.de oder telefonisch unter 07433 9058-0eingeholt werden.

Die Kirche bleibt im Dorf...

Steinreich.

Wo und wie stellt sich die Kirche in Zukunft auf?

...aber wie?

Im Gemeindehaus der Stadtkirchengemeinde trafen sich am 07.11. zahlreiche Besucher, Interessierte und Neugierige um sich über das aktuell laufende Immobilienkonzept der Balinger Gesamtkirchengemeinde zu informieren und mitzudiskutieren.

Die Kirche bleibt im Dorf... aber wie und wo stellt sie sich für die Zukunft auf?

Umbrüche und Veränderungen machen eine Reduktion der Immobilien notwendig. Diese Reduktion führt auch dazu, dass kirchliche Gebäude vor Ort ihre Funktion verändern oder sogar verlieren.

Diese Prozesse müssen gut beraten und geplant werden - nicht ohne die Öffentlichkeit. Vor allem: Ohne Denkverbote (Zitat Dekan Widmann).

Unter reger Beteiligung der Gemeindeglieder wurde an Tischen am "Reissbrett" entworfen und überlegt, wo und mit welchen Folgen diese Umstrukturierungen vonstatten gehen können.

Der sicher folgenreiche Prozess wird von einem Balinger Gremium (Steuerungsgruppe) erarbeitet, fachgerecht und kompetent durch ein Beratungsteam des OKR (Herr Dekan i.R. Morlock und Architekt Hr. Läpple) unterstützt.

Damit unsere Kirche auch morgen Kirche im Ort bleibt, sind solche zunächst schmerzhaften oder unangenehmen Maßnahmen nötig. Aber auch hinter all dem steht fest: Wir sind nicht für uns Kirche, sondern seine, unseres Herrn, Kirche. Und nicht die Steine unserer Gebäude gestalten das Leben unserer Gemeinde hier vor Ort - sondern die vielen kleinen "lebendigen Steine", die unsere Gemeindeglieder sind. 

Aktuelle Meldungen

07.07.15 Diamantene Konfirmation

Am Sonntag den 28.05.2015 konnten im Gottesdienst der Stadtkirche Balingen 15 des Jahrgangs Ihre Diamantene Konfirmation feiern. Pfarrerin Reichle überreichte im Gottesdienst jedem die Urkunde.

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17.06.15 70 Jahre Singen in der Kantorei

23 Personen wurden für langjähriges Singen in der Kantorei oder in anderen Chören geehrt.

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15.06.15 FöV Balinger Tafel e.V. - Bericht zur Mitgliederversammlung

Am Mittwoch (10.06.) trafen sich die Mitglieder des „Fördervereins Balinger Tafel e.V.“ zur ordentlichen   Mitgliederversammlung 2015. Zu einer umfangreichen Tagesordnung konnte Vorstand Peter Blechmann zahlreiche interessierte Mitglieder willkommen heißen. Nach Begrüßung und Feststellung der...

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09.06.15 Mit dem Fahrrad zum Kirchentag

Eine kleine, aber feine und doch zähe Gruppe machte sich am Dienstag schon mit dem Fahrrad auf zum 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Stuttgart unter dem Motto „Damit wir klug werden".

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16.05.15 Church Angels

Church Angels, so nennt sich die aus konfirmierten Jugendlichen zusammengesetzte Gruppe. Am Mittwoch nach der Konfirmation hatten sich die Jugendlichen mit Kristina Reichle noch einmal getroffen. Was zunächst ein Nachtreffen nach der Konfirmation am 10. Mai mit gemeinsamem Eisessen war, entwickelte...

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  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 31.03.20 | Landeskirche setzt musikalisches Hoffnungzeichen

    Stuttgart. Damit die Menschen trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen nicht auf vertraute Kirchenlieder und andere musikalische Hoffnungszeichen verzichten müssen, erweitert die Landeskirche das Angebot der Cantico-App um zwei für User kostenlose Sammlungen zum Mitsingen: Lieder der Zuversicht und Lieder für Ostern.

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  • 31.03.20 | Bibelgesellschaft lädt zum Kraftschöpfen ein

    „Kraft schöpfen - Stärkende Bibelworte für schwierige Zeiten": Die Württembergische Bibelgesellschaft erneuert inmitten der Corona-Pandemie ihr Angebot an Kirchengemeinden, das 24-seitige „Trostheft“ kostenlos bei ihr zu beziehen und an Gemeindeglieder weiterzugeben.

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  • 31.03.20 | Unsichere Zeiten - und ein Rezept dagegen

    „Wir leben in unsicheren Zeiten“, sagt Rundfunkpfarrerin Dr. Lucie Panzer. Doch jeder einzelne könne ein kleines Stück dazu beitragen, dass sie sicherer wird. Denn: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

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