Bericht über die Nigeriareise

Cepan Friedensbüro

Cepan Friedensbüro

Nigeriareise vom 27. Dezember 2007 bis zum 11. Januar 2008

 

Nachdem die Visa zur Einreise in letzter Minute doch noch gekommen waren, machten sich die 7 Reiseteilnehmer Lisbeth Blickle, Brigitte Mootz, Christine Köhler, Kristina und Jonathan Reichle, Christa und Christian Schwarz zum Flug nach Abuja auf. Von dort aus wurden die Projekte im Norden angesteuert, die von Balingen aus finanziell unterstützt werden, zunächst das  CEPAN-Friedensprojekt  (Zentrum für Friedensförderung in Nigeria) in Jos.

Informationen über Nigeria

Der Muslim Jahuza M. Iliya ist derzeit Direktor des  Cepan Friedensbüros und wird durch den Christen Peter D. Mancha als Programme Officer unterstützt, die Arbeitsplätze und die Vorstände werden paritätisch mit Muslimen und Christen besetzt. Hier im Friedensbüro werden Konflikte im Fernsehen, der Tagespresse und im Gespräch aufgespürt und möglichst schnell angegangen. Mitarbeitende gehen gleich vor Ort in die Schulen leiten die Lehrerinnen in der Konfliktumwandlung an. Lehrer und Schüler werden gleichermaßen geschult. Die Konfliktarbeit soll möglichst früh mit den Kindern eingeübt werden, dann wächst sie mit, und: 60 % der Menschen in Nigeria sind unter 18 Jahren alt. Diese Arbeit wird auch von den Kommunen gut angenommen und angefordert.
 
In Mubi, weiter oben im Norden besuchen wir das Fernstudieninstitut, in dem junge Pfarrer berufsbegleitend ausgebildet werden, die weit in dem riesigen Land verstreut ihren Dienst tun. Es gibt unterschiedliche Lehrgänge, vom Basiskurs bis zum Diplom.
 
In Kwarhi, Kulp Bible College, wohnen Pfarrer mit ihren Familien, während der Mann studiert, wird auch die Pfarrfrau geschult (Gemeindearbeit, Hygiene, Kindererziehung, Handwerk, Landwirtschaft). Frauenordination wird in der Kirche der Geschwister noch nicht praktiziert.
 
Nördlich, an der Grenze zu Kamerun, liegt Gavva am Rand der Sahara. Von der Kirchengemeinde Balingen wird das Alphabetisierungsprogrammm unterstützt, fast 60% der Frauen Nigerias können weder lesen noch schreiben, und von privater Seite wird die Schulspeisung für etwa 160 Schulkinder täglich sichergestellt. Lalei, der Direktor hat für diesen Samstagnachmittag ein Treffen von Kindern und Eltern organisiert, die Kinder sangen, die Eltern applaudierten, und eine traditionelle Tanzgruppe zeigte bewegte Rhythmen.

Gottesdienst:

Gottesdienst in Gavva

Gottesdienst in Gavva

Der krönende Abschluss des Tages war die Frage an mich: Pastor, machst du morgen die Predigt. Epiphanias in Gavva, wir feiern und ich predige über die Besucher aus dem fernen Osten und beziehe auch gleich unseren Besuch mit ein, wir sind ja schließlich sieben. Wir geben auch eine special number, eine Sonderdarbietung im Gottesdienst, und alle sind begeistert.

Victoria und Joshua

Victoria und Joshua

In der Partnergemeinde Muffa A treffen wir Victoria und Joshua, zwei junge Menschen aus dem Kirchenbezirk Uba. Wenn alles klar geht mit den Visa, kommt Victoria nach Tailfingen und Joshua nach Balingen, für jeweils ein halbes Jahr. Nette Leute- wir sind ja richtig gespannt.