Die Konfirmation

Die Konfirmation steht in einem engen Zusammenhang mit der Kindertaufe. Sie ist für die bereits getauften Konfirmandinnen und Konfirmanden einerseits Tauferinnerung; andererseits ist es für die jetzt religionsmündigen Jugendlichen ihr eigenes, selbständiges Ja zu ihrer Taufe, über die sie ja meist nicht selbst entschieden haben.  Auf diese selbständige Entscheidung bereiten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden auf einem ca. einjährigen Weg vor, indem sie die Kirchengemeinde und verschiedene Menschen in ihr kennenlernen, sich mit biblischen Texten und altersgemäßen religiösen Fragestellungen beschäftigen, Gottesdienste besuchen und nicht zuletzt als Gruppe zusammenwachsen. Dabei beginnt der Weg genaugenommen schon früher: Bereits in der dritten Klasse laden wir die Kinder zum Konfi-3-Unterricht ein. Hier beschäftigen sie sich kindgerecht in kleinen "Tischgruppen" (à 4 - 6 Kindern) mit Themen wie "Gemeinde", "Taufe" und "Abendmahl" sowie dem "Kirchenjahr". Auch das Feiern von gemeinsamen Gottesdiensten und die Erkundung der Stadtkirche gehören zum Konfi-3-Programm.

Der festliche Konfirmationsgottesdiens in der 8. Klasse macht dann deutlich: Diese Mädchen und Jungen sind keine Kinder mehr. Sie sind auf dem Weg hinaus ins Leben - mit allen Chancen, Freiheiten und Gefahren, die dieser Aufbruch mit sich bringt. Deshalb spielen der Segen und der Denkspruch, der die Konfirmandinnen und Konfirmanden auf ihrem Lebensweg begleiten soll, in diesem Gottesdienst eine wichtige Rolle.